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Aschach an der Fränkischen Saale

Prof. Bernhard Graf von Bylandt-Rheydt

 

Bernhard Graf von Bylandt-Rheydt wurde 1905 in Magdeburg geboren und starb 1998 in Aschach bei Bad Kissingen, wo er bis ins hohe Alter als Steinbildhauer tätig war. Seine Jugend verbrachte er an der Samlandküste Ostpreußens und in Königsberg. Von seinem 15. bis 19. Lebensjahr war er an der Kunstakademie Breslau (Schlesien) Schüler in der Malklasse von Professor Eduard Kaempffer. Anschließend malte er als freier Maler Bildnisse und kopierte in Berliner und Münchener Museen. Nach seiner Rückkehr in das Elternhaus im Jahre 1930 arbeitete er nur noch als Bildhauer. Ende der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts lebte Graf Bylandt-Rheydt in Kärnten und dann in Wien. In dieser Schaffensperiode galt seine Vorliebe dem Eisen, aus dem er Statuetten schmiedete, um zu einer vereinfachten Formensprache zu gelangen. Von Juni 1945 bis zum Jahre 1958 wohnte er in Chieming am Chiemsee und arbeitete etwa 10 Jahre in Kiesgruben. Grundlegend änderte sich sein Leben infolge der Berufung als Professor der Bildhauerklasse an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel. Ein Zimmer in einer ehemaligen Kaserne, in der die Akademieräume provisorisch untergebracht waren, ersetzte den freien Himmel, unter dem in den letzten Jahren sein Arbeitsplatz war. Es entstanden zahlreiche bedeutende Kunstwerke bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1970 und anschließend in Aschach, einem Gemeindeteil von Bad Bocklet, wohin sich nach einem bewegten Künstlerleben einer der hervorragenden Bildhauer der letzten sechzig Jahre zurückzog.

 

Unverwechselbar sind seine aus Granit geschlagenen Figuren. Graf Bylandt-Rheydt „liebt und sucht den Widerstand der Materie, die ihm das Arbeiten nicht leicht macht. Und er liebt die Farbigkeit der Steine. ... Seine Arbeiten wirken selbstverständlich, sind Symbole des Seins. Und es entspricht ihrer Zeichen-Würde, daß sie sich uns ohne Pathos und ohne Gestikulation darbieten. Wir verweilen, fühlen uns geborgen. Wir werden still, wie es die Steine sind und lauschen zu ihrer Natur, zu ihrem Wesen, zu ihrer Ordnung hinüber. Es sind Skulpturen, deren Formen so prägnant und in die gewachsene Steinnatur so eingewachsen sind, daß jedermann sie übersehen kann, der keinen Nerv für sie hat. Die menschliche Gestalt wird aus dem Stein erweckt mit dem geringstmöglichen Eingriff in die Naturform: ein paar Rillen, einige Kerben, die Abschnürung des Kopfes, die Vertiefung einer natürlichen Abwinkelung – und die Figur wird deutlich. Liegende, Hockende, Gelagerte und Sitzende entstehen so und bleiben noch immer naturhafte Steine...“

 

Dr. Herbert Schultheis

 

Literaturhinweise (nähere Hinweise http://www.drhschultheis.de ):

Bylandt-Rheydt Bernhard Graf von: Vision in Stein. Mit einem Vorwort von Erich Herzog und Beiträgen von Ulrich Gertz und Wilhelm Neufeld. Ca. 100 S. Farb- und SW-Abbildungen. LN.

Schultheis Herbert: Bad Bocklet – Geschichte der Ortsteile Aschach und Großenbrach. Ca. 429 Seiten. Farb- und SW-Abbildungen. PP. (= Bad Neustädter Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde Frankens, Band 6). „Ein Werk, in das sich zu linsen lohnt“, kommentierte die „Saale-Zeitung“ (Bad Kissingen) dieses Buch.

 

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 Bylandt-Rheydt: "Menschenpaar" 1953. Foto: Franz Hildmann / Bylandt-Rheydt

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Graf Bylandt-Rheydt in Bad Königshofen im Grabfeld. Foto: Franz Hildmann

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Graf Bernhard wurde am 3. Januar 1905 in Magdeburg geboren. Seine Kindheit und Jugend verlebte er an der Ostsee. Die Samland-Küste bei Königsberg / Ostpreußen mit ihren Strand-Findlingen prägte seinen Lebensweg. "Der Stein - ein lebendiges Wesen", so charakterisierte der am 4. April 1998 im 93. Lebensjahr verstorbene Steinbildhauer Professor Graf Bernhard von Bylandt-Rheydt die "Seele" jedes einzelnen seiner Steinkinderfamilie in Aschach. Unter den deutschen Steinbildhauern der letzten fünfzig Jahre findet man keinen, der so einfühlsam wie er mit dem Geist seiner Werke verbunden war.

Graf Bernhard entstammte einem weitverzweigten, uralten, niederrheinischen Adelsgeschlecht, das bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Die Stammburg stand auf einer Rheininsel, unmittelbar neben der in späterer Zeit heftig umkämpften Wehrwallanlage "Schenkenschanz". Nördlich der heutigen Kreisstadt Kleve sind noch Ruinenreste zu finden. Weitere Vorfahren waren die Reichsfreiherren von Rheydt, die seit dem 16. Jahrhundert im Stadtgebiet von Mönchengladbach ansässig waren. Das Rheydter Schloss hat Graf Otto von Bylandt-Rheydt gestiftet. Es dient als Stadtmuseum.

Nach der Schulzeit begann der 15jährige seine Ausbildung als Maler und Porträtist an der Kunstakademie in Breslau / Schlesien in der Malerklasse bei Prof. Eduard Kämpffer. Anschließend arbeitete er in München und Berlin. Er schuf Bildnisse für Museen usw. So sind zum Beispiel die Wandbilder im Festsaal, Treppenhaus und Foyer des Erfurter Rathauses sein Werk. Von 1930 bis 1936 lebte er, ins Elternhaus zurückgekehrt, in Magdeburg.

Im Alter von 25 Jahren entdeckte er sein Talent für die Skulptur, die ihn lebenslang fesselte. Zunächst schmiedete er einige Eisentatuetten: die "Abweisende", die "Dem Bade Entstiegene" und das "Menschenpaar". Seine Kunst vielseitig weiterentwickelnd, wandte er sich wieder den Ostsee-Findlingen seiner Jugendzeit zu.

 

In seinem Buch "Vision in Stein", das 1981 erschien, schreibt Prof. Graf Bylandt-Rheydt: "Von einem schweren und tiefen, zehn Jahre währenden Malertraum erwacht, legte ich Pinsel und Palette fort, um mit Meißel und Hammer neu zu beginnen". Seine Findlinge sorgsam aussuchend entwickelte er eine Vision im Einklang mit der Urform des Steins. Mit geringstmöglichen Eingriffen in die Urstruktur arbeitete er aus dem Findling eine menschenähnliche Gestalt heraus. Aus verschiedenen Steinarten entstanden unverwechselbare Werke, so aus Diabas, Marmor, Porphyr, Feuerstein, Sandstein, Kieselquarz und nicht zuletzt auch aus Rhönbasalt.

Von 1936 bis 1939 lebte und arbeitete Graf Bylandt-Rheydt zunächst in Kärnten, später in Wien. 1939 heiratete er seine erste Frau Dorothea. Kurz darauf, im Herbst, wurde er zur Wehrmacht eingezogen und in Italien und Rußland eingesetzt. Von Juni 1945 bis 1958 lebte er in Chieming am Chiemsee. Hier setzte er seine Visionen in Stein in Kiessgruben fort, wo die Werke "Seitlich Liegende" und "Kleiner Mann mit erhobenem Arm" entstanden.

Durch einzelne regionale Ausstellungen wurde man aufmerksam auf diesen außergewöhnlichen Künstler. So wurde er 1958 an die Staatliche Hochschule für Bildende Künste nach Kassel berufen. Mit seiner zweiten Frau, der Pianistin Ilse Josten, die er 1953 in Salzburg geheiratet hatte, lebte Profesor Bylandt-Rheydt bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1970 in Kassel.

In diesen Jahren entstanden weitere größere Werke, wie ein Gefallenendenkmal in Form eines Reliefs im Melsunger Gymnasium und eine Brunnenhaus-Reliefwand in Bad Wildungen. Aus seiner Schule gingen viele Künstler hervor: Steinmetzmeister, Bildhauer, sowie einige Kunstprofessoren.

 

Von 1970 bis 1998 hatte Professor Bylandt-Rheydt zusammen mit seiner Frau Ilse, die 1981 achtzigjährig verstarb, in Franken seinen Wohnsitz. Hier im "Fränkischen Land", in Aschach an der Saale, entstanden seit 1970 über 15 beachtliche Werke der "Vision in Stein" aus Ostsee-Granit-Findlingen. Fast unbemerkt vom Kunstmarkt wurde im Würzburger Spitäle 1987 eine Ausstellung von Bylandt-Rheydt gezeigt, weitere Einzelskulpturen waren regelmäßig in der Kurhalle in Bad Königshofen im Grabfeld zu sehen. Die einzelnen Skulpturen hatten eine lange "Entwicklungslebenszeit", bis sie zur Ausführung kamen.

Im Mai 1978 lernte ich, Franz Hildmann, diesen "Steinbildhauer" kennen, beim Auftrag zur Errichtung seines "Werkplatzes" im Rosengarten. Erst als Maurer, Gärtner, Hausmeister und seit 1986 als Freund und Bildhauer. Ich erinnere mich, als Bernhard mir in vielen "Stein-Meditationen" die Übung im Sehen und die Erschließung im Fühlen der Formen gelehrt hat. In der Mithilfe an den "Haarlocken von Mutter und Kind" kam ich als sein "Bildhauerschüler" auch zu diesem Beruf unter seinen genauen Anweisungen. Bis zu seinem Tode im Jahre 1998 war es nur unter meiner Hilfe möglich, die Stein- und Holzskulpturen zu vollenden. Im Nachlass findet sich mancher Hinweis, wo er mir dankt für meine Unterstützungen.

 

Zu jeder Skulptur sagte der "Vater der Steine": "Das heilige Abenteuer hat nun begonnen, und jeder Tag der kommenden Zeit wird für uns beide ein Schöpfungstag sein ... und eines Tages ist das begonnene Werk vollendet". Bylandts Vitalität war erstaunlich. In seinem hohen Alter konnte man ihn fast täglich und bei jedem Wetter auf seinem Werkplatz im Garten antreffen. Seine Meißelklänge hörte man schon aus weiter Ferne.

"Das Erkennen des Eigenen - das Göttliche für andere sichtbar zu machen", das war seine Botschaft für uns. "Die Kunst erfasst, was Worte nie erschließen können. Des Meisters größtes Kunstwerk ist sein Lebenswerk."

Vorstehender Text wurde zusammengestellt von Franz Hildmann, der 20 Jahre lang mit Prof. Bylandt-Rheydt freundschaftlich verbunden war. Der ursprüngliche Text wurde für diese Online-Ausgabe gekürzt.

Copyright: Franz Hildmann

 

Äonen sind in dir geborgen,
die dich geformt, dein Antlitz schufen,
du hörtest noch des Gottes Rufen
nach Sonne, die erlöst den Morgen.

Du ruhst in dir, fern allem Streben
nach unerreichbar hohem Ziel,
da du doch längst schon das Profil
in dir trägst, abgetrotzt dem Leben,

das unerreichbar in den Tiefen
der dichtgefügten Moleküle
gespeichert hat Urzeitgefühle,
die unbewusst als Sehnsucht schliefen

in jedem, der sich lösen mag
von dem, was raubt Vergänglichkeit
und fern vom Raum und fern von Zeit
die Ewigkeit erlebt als Tag.

Josef Kuhn

 

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Bylandt-Rheydt: "Sirene des Odysseus" (Detail). Mehrere Ausführungen 1976 - 1986. Foto: Franz Hildmann

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Franz Hildmann am Werkplatz in Aschach 1997/98. Foto: Bylandt-Rheydt mit dem Fotoapparat von Franz Hildmann

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Bylandt-Rheydt: "Briefmarkenentwurf - Jugend" 1998. Foto: Franz Hildmann

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Bylandt-Rheydt: "Hockender" und "Mutter mit Kind". Foto: Franz Hildmann

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Bylandt-Rheydt: "Der Zuschauer" 1993. Foto: Franz Hildmann

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Bernhard Graf Bylandt-Rheydt 1905-1998. Foto: Franz Hildmann

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